Haltbarkeit und Pflege

Ich komme ja gleich, muss nur noch Puppes Jacke finden...

Puppe muss mit. Immer. Überall hin. Puppen sind Familienmitglieder und Wegbegleiter. Sie halten Händchen, haben ihren eigenen Platz am Esstisch, backen Berge von Sandkuchen und dürfen selbstverständlich mit auf die Radtour mit Picknick oder zum Mitbringtag in den Kindergarten. Sie wollen auch mal die schnelle Rutschbahn ausprobieren und werden ganz viel liebgedrückt und geküsst. Einer Stoffpuppe sieht man ihren Lebenswandel mit der Zeit an. Das lässt sich nicht vermeiden und auch nicht immer auswaschen.

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Vorbeugen

Selbst der robusteste Puppentrikot ist irgendwann verschlissen. Das geht umso schneller, je stärker er beansprucht wird. Gehe daher achtsam mit deinem wertvollen Puppenkind um. Erkläre deinem Kind, warum die Puppennase nicht auf dem Boden scheuern soll, was passiert, wenn die Puppe nackt durch den Matsch geschleift wird, oder warum sie bei Spaghetti mit Tomatensoße vielleicht ausnahmsweise ein paar Plätze weiter sitzen sollte. Sofern du es rechtzeitig bemerkst, entferne Flecken am besten sofort bevor sie eingetrocknet sind. Natürlich kannst du auch alle Vorsichtsmaßnahmen komplett ignorieren und deine Puppe mit all ihren Lebensspuren von heiß und innig weiter lieben. Das ist allemal besser, als sie für immer nur hübsch und fein im Regal sitzen zu lassen! Also bitte auch keine übertriebene Vorsicht - eine Herzenspuppe hat vor allem innere Werte. Glaubst du nicht? Dann frage mal ein Kind, ob es bereit ist, seine zerlutschte löchrige Schmusepuppe ins gleiche Modell nur sauber und neu einzutauschen. Ziehe aber vorher besser Ohrschoner an!

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Wangenrot

Das Wangenrot muss in jedem Fall von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden, da es sich beim Spielen abreibt und nach einer Weile verblasst. Trage dazu ein wenig Puppenrouge auf ein sauberes Tuch auf und reibe es zart an den Bäckchen, Knien, Ellenbogen oder wo du es sonst noch haben möchtest. Keine Sorge, falls du es im Eifer des Gefechts übertrieben hast, es spielt sich wieder ab. Ein kleines Stück Rouge zum Auffrischen erhältst du zu deiner Wunschpuppe gratis mitgeliefert. Nachschlag findest du im Shop.

Waschen von Hand

Gelegentlich freuen sich auch Puppen über eine sanfte Wäsche von Hand. Ein bisschen Rubbeln schadet dem recht strapazierfähigen Puppentrikot nicht, übertreiben sollte man es trotzdem nicht. Ist die Puppe ist insgesamt reif für die Wanne, dann gönne ihr ein handwarmes Bad. Falls du eine Puppe mit Spieluhr waschen möchtest, musst du diese zuvor entfernen. Verwende ein mildes Hand- oder Wollwaschmittel und spüle es anschließend sehr gut aus. Danach drückst du die Puppe mit einem Handtuch sanft trocken, ohne die Glieder zu verdrehen oder daran zu ziehen. Auf keinen Fall darfst du die Puppe auswringen, weil sich Kopf und Körper im nassen Zustand schnell verformen. Danach lässt du deine Puppe an einem luftig warmen Schattenplatz gut durchtrocknen.

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Puppenkrankenhaus

Begeben Sie sich im Notfall zunächst in die Ambulanz

Im Leben einer Puppe kann es auch einmal wild zugehen. Da bleiben kleine und größere Unfälle nicht aus. Einige Blessuren können mit Nadel und Faden schnell geheilt werden, andere bleiben einfach und gehören fortan zur Puppenpersönlichkeit.

Sollte es einmal so arg sein, dass die Möglichkeiten deiner ambulanten Pflegestation zur Heilung nicht ausreichen, wird dein Puppenkind im Puppenkrankenhaus stationär aufgenommen. Per Notoperation kann so mancher Kopf oder Arm vielleicht doch noch gerettet werden. Gemäß dem hypokratischen Eid werden auch Puppen aufgenommen, die aus fremden Händen stammen. Allerdings kann ihnen nur geholfen werden, wenn der Bauplan ihres Körpers von der hiesigen Fachärztin für Stoffpuppologie verstanden wird.

Nimm in jedem Fall vorab Kontakt auf, dann besprechen wir was möglich ist.